Donnerstag, 20. September 2007

Sigulda

Am Sonntag ging es dann zu einem der bekanntesten Naherholungsgebiete Rigas. Die knapp vierzig Kilometer legten wir mit dem Zug zurück, was ungefähr 1 1/4 Stunden dauerte. Auf dem Weg fuhren durch sehr schöne lichte Birken- und Fichtenwälder in denen fleißige Senioren Pilze und Beeren sammelten, um ihre Renten aufzubessern.
In Sigulda warteten mehrere Burgen und einige imposante Hölen darauf entdeckt zu werden und das alles in einer fazinierenden Waldlandschaft.




Gestern waren wir essen im Lido. Für alle Southpark-Connaisseure - Casa bonita in Lettland. Riesen Blockhaus, super Essen, Windmühle, Cardbahn, Tanzfläche, Wasserrutschen und, und....

Für alle Nicht Southpark-Connaisseure, hier ist der Link:

http://allsp.com/l.php?id=e107

Montag, 17. September 2007

La independencia mexicana

Am Donnerstag bin ich mit Nils - ein Freund von Pille, der ein Kumpel von Tobias ist - und Johannes auf eine Party der lettischen International Relations-Studenten gegangen. Dort angekommen, stellten wir fest, dass die Party zu Ehren der Unabhängigkeit Mexicos veranstaltet wurde. Es war aber nur ein Vorwand um Sombreros tragen zu dürfen und Tequilla zu trinken. Ich fand es sehr beeindruckend, dass obwohl nur 4 Ausländer anwesend waren, alle Letten auch untereinander fast nur englisch sprachen. So etwas habe ich bisher noch nicht erlebt. Dort haben wir Aigers kennengelernt. Seinen Angaben nach, moderiert er seine eigene Fernseh Show und gehört der erfolgreichsten Band Lettlands an. Obs stimmt weiß ich nicht, er hat uns aber auf einen Videodreh nächstes Wochenende in Lattgallen eingeladen.
Am nächsten Abend sind wir dann auf ein Konzert im Hafen gegangen. Dort feieren die örtliche Emojugend zusammen mit allen, die einfach nur kein Bock auf die ganzen Schikimiki-Clubs haben, in alternativem Ambiente in verschiedenen Hafengebäuden zu zahlreichen Musikrichtungen. Ich fands toll - dementsprechend schlimm war auch der Kater am Tag danach!

Riga-Impressionen und die erste Arbeitswoche

Die erste Woche ist nun zuendegegangen. Die Stadt selber gefällt mir immer besser. Mittlerweile habe - hier nochmal Dank an Tobi - einige echt spaßige Leute kennengelernt, mit denen ich schon reichlich gefeiert habe. Dazu später mehr.
Leider hatte ich bei der Arbeit noch weniger zu tun als damals in Barcelona. Das soll sich aber ab jetzt ändern, da ich heute in mein Projekt eingeführt werde - es handelt sich dabei wohl um die Erstellung einer Broschüre über die Möglichkeiten, Gelder vom europäischen Strukturfond zu bekommen. Kilngt interessant! Sonst sind meine Kollegen alle sehr nett und zum Essen geht es immer in die gute und günstige Kantine des Worldtradecenters - jep, ich gehör hier schon zu den wichtigen.
Hier ein Paar Fotos - in dem weißen Gebäude mit dem schwarzen Türmchen arbeite ich.





Sonntag, 9. September 2007

ganz Lettland an einem Tag






Heute bin ich mit meinen neuen Bekanntschaften, darunter auch eine original Riganin, in ein Freilicht Museum am Stadtrand von Riga gefahren. Dort gabs dann lauter alte Gebäude aus den vier Teilen Rigas direkt an einem beschaulichen See zu entecken. Es wurde ebenfalls traditionelle Handwerkskunst presentiert, u.a. Korbflechten, Rabsölpressen und Töpfern. Bei Letzterem gab es kleine Tonflöten zu kaufen, mit denen dann ziemlich schnell die ganzen Bälger recht unmelodisch musizierten und uns auf die nerven gingen. Aber ein schöner Ausflug.

Sonst hab ich gemerkt, dass ich im Herzen des Nachtlebens wohne. So spar ich das Geld, das ich mehr für die Miete zahle dadurch, dass ich nicht mit dem Taxi fahren muss. Die Leute sind hier alle ganz in Ordnung. Leider hört hier keiner anständige Gitarrenmusik.

Morgen geht das Praktikum los. Mal sehen wie es wird...

Samstag, 8. September 2007

das teuerste Bier

Ich bin gut in Riga angekommen. Auf dem Hinflug hatte ich aber mein erstes Problem. Das Gepäcklimit war nicht, wie von mir angenommen 2 Stücke a 20 kilo, sondern 20 Kilo insgesamt. Nun hatte ich aber mit 40 Kilo insgesamt im Kopf, warme Kleidung, schickes für die Arbeit, zahlreiche Bücher und so weiter eingepackt und lag damit knapp 15 Kilo über der Grenze. Glücklicherweise erlag die Stuardess meinem Charm und checkte mein Gepäck ohne extra Gebüren ein.
In Riga wurde ich dann leider nicht von meinem Mitbewohner abgeholt. Der wies mich dann an mich in dem Flughafen ausgehfertig zu machen und dann mit dem Taxi in die Stadt zu fahren.
So geschah es und eh ich mich versah, fand ich mich in einer Edelbar mit zweifelhafter Musik wieder. Dann ging es weiter in eine Edeldisko, in der im 80ziger Raum neunziger gespielt wurden, was aber noch bei weitem besser war als der Techno oder R&B Raum. Blöder Weise hatte ich seit dem Mittagessen nichts als außer ein paar Kecksen gegessen und in Riga gibt es ab elf nichts mehr. Deshalb bestellte ich mir in dem Club ein Eis und dazu ein Bier. Um dann mit Schrecken festzustellen, dass das Bier umgerechnet 6 euro gekostete. So viel hab ich selbs in der Schweiz in einer Skihütte nicht bezahlen müssen. Überhaupt ist Riga nicht viel günstiger als Deutschland - abgesehen von Backwaren.
Heute hab ich mir dann mal die Stadt angeschaut und ich kann sagen, sie ist ganz schön - alte Hansestadt gepaart mit grauem Ostblockflair.
Morgen gehts dann in ein Openair Museum.