Donnerstag, 27. März 2008

24th Birthday Experience

23.03.2008 Ostersonntag - ich und Erick sind nun schon seit Stunden in der Puna Wüste zu Fuß unterwegs, ohne eine Menschenseele zu treffen - nur Sand, Gestrüpp und Salz. Langsam schwindet die Hoffnung auf Hilfe und mit ihr der Wille, weiter zu gehen. Wie sind wir bloß in diese Lage geraten?

Alles begann am Dienstag vor der Osterwoche. Guter Dinge und voller Tatendrang bestiegen Ich und Erick - ein Norweger - den Bus, um über das Osterwochenende nach Salta in die Anden zu fahren. Doch schon die Anfahrt wurde von Straßenblockaden nach argentinischer Tradition überschattet. Nach 24 Stunden erreichten wir dann endlich unser Ziel und sofort stürzten wir uns in das pulsierende Nachtleben. Am nächsten Tag erkundeten wir Salta und organisierten unsere Aktivitäten - ahnungslos von den Schwierigkeiten, die noch auf uns zu kommen würden.





Dann gings los mit dem Programm - eine Raftingtour durch den reißenden Rio Juramento vorbei an kahlen Felswänden und immer in Begleitung der Geier, die über uns ihre Kreise zogen. Doch nichts ging schief.





Gepackt vom Adrenalinrausch wollten wir weitere Abenteuer bestehen. So mieteten wir uns einen Truck, um in die Berge zu fahren. Durch tiefe Schluchten, Kakteenwälder und ein Nebelmeer führte unser Weg in die einsame Bergstadt Cachi.





Die Euphorie über die fantastische Landschaft wurde doch je getrübt. Eine Lawine hatte den Weiterweg verschüttet. So mussten wir den selben Weg zurück, den wir gekommen waren, nur um dann in Salta festzustellen, dass alle Hostels und Hotels restlos ausgebucht waren. Nach ca. 20 Absagen entschieden wir mitten in der Nacht, die Reise einfach fort zu setzten und auf dem Weg Unterschlupf zu finden. Wir blieben erfolglos und sahen uns gezwungen, die Nacht im Auto zu verbringen. Nach drei Studen Schlaf fuhren weiter durch abermals atemberaubende Bergtäler und erreichten die Minenstadt San Antonio de los Cobres.





Von dort aus ging es weiter in die Salinas Grandes - eine Salzwüste in der Puna Wüste. Dort trafen wir dann diese verhängnisvolle Entscheidung. Um ein "cooleres" Foto zu bekommen, verließen wir den Weg. Der Wagen fuhr sich nach drei Metern fest! Mein 24. Geburtstag.



Langsam wird das Wasser knapp und die Sonne brennt weiter erbahmungslos auf unsere Häupter. Am Horizont eine Staubwolke. Ein Auto! Eine Gruppe Franzosen sowie zwei Indigos retten uns. Mit dem Schrecken in den Knochen setzten wir unsere Reise fort. Wir sehen Purmamarca und Jujuy. Etwas erleichtert aber auch mit dem Schmerz des Abschieds besteigen wir den Bus nach Buenos Aires. Und wieder verperren uns Piketeros den Weg. Aber immerhin können wir so sechs der besten Steven Seagal Filme genießen.

Keine Kommentare: